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Gentrification – The war on creativity

Januar 15th, 2010 | No Comments | Posted in Sozialraum, Stadtentwicklung

Earthsharing hatte 2009 einen Filmwettbewerb zum Thema Gentrifizierung ausgeschrieben. Der Siegerbeitrag von Ingrid Booker fragt, weshalb KünstlerInnen im Gentrifizierungsspiel wie Schachfiguren erscheinen.

Ingrid Brooker was the winner of the $3000 first prize! The second I Want to Live Here film competition was pleased to award Ingrid the prize after her cutting edge piece on how artists create the scene but yet speculators wipe it clean.

What she also mentioned was that a Land Tax system can usher those speculators out of their pariah mindset (and into productive work). This system forces vacant and under-utilised land out into the market, pushing down land prices and allowing creative nodes to open up around the city.

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Für eine bessere Städtebaukultur

Januar 8th, 2010 | No Comments | Posted in Stadtentwicklung

Ein Aufsatz von Christoph Luchsinger (Leiter des Fachbereichs Städtebau an der TU Wien) in der aktuellen Ausgabe von dérive – Zeitschrift für Stadtforschung liefert einen guten Diskussionbeitrag zur Debatte um eine Raumplanung, die sich neu denkt.

Das städtebauliche Projekt – und damit sind sowohl die Vision von der Stadt als Ganzem als auch die einzelne Intervention in Form einer Quartiersplanung oder eines städtebaulichen Arealentwurfs gemeint – muss sich offensichtlich anders orientieren. Es kann weder darum gehen, Einzelinteressen zu bedienen und das architektonische Ego mit kurzfristigen Wirtschaftsinteressen zu vermählen, noch kann heutzutage eine über alles greifende normative Planung mit all ihren wuchernden Teilsystemen nachhaltig wirken. Im Sinne eines Wunschkataloges sind deshalb eingefordert:

  1. Ein Planungsprozess, der möglichst alle potenziellen AkteurInnen mit einbezieht und somit den Interessenausgleich fördert.
  2. Eine Planungsverwaltung, die mit stark vereinfachten und damit handhabbaren Gesetzen und Verordnungen operiert.
  3. Eine Planungsstrategie, die von Seiten der Politik ihre privaten PartnerInnen sorgfältig auswählt und dabei insbesondere „soft skills“, also Sozialkompetenzen, berücksichtigt.
  4. Eine Planungspolitik, die nicht normativ und partikulär Werte vorgibt (z. B. Geschoßflächenziffern, Anzahl der Parkplätze, Gebäudehöhen und -abstände, Energiegrenzwerte etc.), sondern Qualitätsstandards, diese aber zwingend!
  5. Ein Planungsverständnis, das jedes Planungsvorhaben als Einzelfall mitsamt seinen spezifischen Randbedingungen versteht und entsprechend zu optimieren sucht (was man als „situative Nachhaltigkeit“ bezeichnen kann).
  6. Eine Planungskultur, die Langfristigkeit zum Programm erklärt.

Kurzum: eine Verlagerung der Planungsfestlegungen und –kompetenzen von der normativen, legistischen Ebene hin zu einer prozessorientierten, auf Verhandlung der Interessen ausgerichteten Ebene unter Berücksichtigung einer nachhaltigen, auf den spezifischen Fall jedes Projektes bezogenen Zielsetzung.

Zum Aufsatz im Volltext.

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Nachsaison

Januar 7th, 2010 | No Comments | Posted in Sozialraum, Öffentlicher Raum

Wenn die Strände leergeräumt und die Touristen abgereist sind, kommt die ideale Zeit für eine Raumerkundung, z.B. in der Region Marche, Italien im Oktober 2009.

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Von Schuhen, Patrons und Utopien

Januar 6th, 2010 | No Comments | Posted in Stadt, Stadtentwicklung

(Bild: detail.de)

Noch bis zum 21. Februar 2010 ist in der Pinakothek der Moderne in München die Ausstellung Zlín – Modellstadt der Moderne zu sehen.

Die Entwicklung der im Osten Tschechiens gelegenen Stadt Zlín im 20. Jahrhundert ist eng mit der Schuhfabrik Bat’a verbunden. Der Unternehmer Tomás Bat¿a und sein Stiefbruder Jan Antonín ließen den kleinen Ort von 1923 bis 1938 wie ein riesiges Labor für gemeinschaftliches Leben und Arbeiten ausbauen. Nach Plänen von Frantisek Lydie Gahura entstand über einem Gebäuderaster von 6,15 m x 6,15 m eine Stadt im Grünen mit weitläufigen Fabrikanlagen, Wohngebäuden sowie kulturellen und sozialen Einrichtungen. Die Bat¿as vereinten geschicktes Unternehmertum, fordistische Schuh-Serienproduktion und soziales Experiment. In der von Vladimír Karfík, einem ehemaligen Mitarbeiter Le Corbusiers, errichteten Konzernzentrale »21« ließ sich Bat’a ein Büro in Form eines zimmergroßen Aufzugs konstruieren, von dem aus er mit der ganzen Welt kommunizieren und gleichzeitig seine Arbeiter überwachen konnte. Die weltweit einzige, streng nach funktionalistischen Prinzipien errichtete Stadt wurde von vielen Politikern und modernen Architekten studiert und bewundert.
In der Ausstellung werden die architektonische Entwicklung und der sozialgeschichtliche Hintergrund Zlíns mit Modellen, Plänen, Fotografien und Filmen vorgestellt. Ergänzend werden die selbst in Fachkreisen kaum bekannten Planungen Le Corbusiers für Bat’a – Stadterweiterung von Zlín, weltweite Schuhläden, eine Fabrikanlage und ein Bat’a-Pavillon für die Weltausstellung in Paris 1937 – mit Originalzeichnungen und einem Modell präsentiert.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation im Jovis Verlag.

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Herr Acklin schwadroniert

Januar 5th, 2010 | 1 Comment | Posted in Quartier, Stadt, Stadtentwicklung

Beim Ausmisten von Instapaper hab ich diesen wunderbaren Beitrag von Ronnie Grob vom 12. Oktober 2009 wieder gefunden, den ich euch nicht vorenthalten möchte.

Jürg Acklin, “intellektuell und auch gewissermassen gesamtgesellschaftlich kritisch und durchaus auch, wie soll ich sagen, linksliberal”. (Bild: sf.tv)

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Vorsätze und Behauptungen

Januar 4th, 2010 | No Comments | Posted in Allgemein

Von Vorsätzen halt ich ja nichts, also behaupte ich einfach, dass hier künftig regelmässiger geschrieben wird.
Zum Beispiel über Raumerkundungen, wie die vom 27. Dezember 2010 am Gäbris. Wenn ich mir nach einem solchen Ausflug die dabei entstandenen Bilder anschaue, frag ich mich allerdings  weshalb ich dazu noch etwas schreiben soll…
Wer schauen kann ist klar im Vorteil!
In diesem Sinn: ein aufregendes neues Jahr.

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Education is not for sale

November 20th, 2009 | 1 Comment | Posted in Partizipation, Politik

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Heute haben Lehrende und Forschende von Schweizer Universitäten und Fachhochschulen eine Erklärung zu den aktuellen studentischen Protesten abgegeben.

Die Erklärung kann hier mitunterzeichnet werden.

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#unsereuni Media Stream

Oktober 30th, 2009 | 1 Comment | Posted in Medien, Politik

Hinter dem Foto liegt der Stream:

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Students in Austria have occupied the University of Vienna. They stream most of the plenary sessions, speeches and discussions.

(Bild: Martin Juen via #unibrennt Flickr )

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Sinnlichkeit als Identität Rorschachs

Oktober 22nd, 2009 | No Comments | Posted in Sozialraum, Öffentlicher Raum

Gastbeitrag von Nicolas Weber, Fabienne Federer und Daniela Tanner (Studierende FHS St.Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit)

Am vergangenen Dienstag hat sich in der Ankerstrasse in Rorschach der Vorhang für das neunte und letzte Kapitel „Stadt der Sinne“ geöffnet. 50 Studierende der Fachhochschule St.Gallen gestalteten mit den Initiatoren Selina Ingold und Mark Riklin den abschliessenden Akt der Reihe „Stadt als Bühne“.

Rorschach. – Ein roter Vorhang ziert die Ankerstrasse. Stühle säumen den Laufsteg und warten auf neugierige Zuschauer, die sich nochmals ausgewählte Stadtfiguren der vergangenen acht Kapitel vor Augen führen möchten.

Nachdem die Glocke des Jakobsbrunnens verstummt ist, stellen die Initiatoren Selina Ingold und Mark Riklin das letzte Kapitel „Stadt der Sinne“ vor. Im Publikum werden alt bekannte, reale Stadtfiguren erblickt. Viele von ihnen haben dabei in den letzten acht Kapiteln eine wichtige Rolle gespielt. Darunter befinden sich beispielsweise der Schatzsucher, „Marroni-Meier“, der Hafenmeister oder auch der Glöckner.

stadtdersinne

(Bild: Fabienne Federer, bearbeitet durch ubu)

Letztes Wiedersehen?

Mit dem letzten Kapitel will man einerseits die fantasievollen Stadtfiguren der letzten vier Jahre nochmals zum Leben erwecken. Andererseits aber auch einen Anfang schaffen. Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen. Mit dem neunten Kapitel soll abschliessend ein nachhaltiger Ideenkatalog in den Köpfen der Rorschacher Bevölkerung hinterlassen werden.

Noch einmal winken die charmanten Stadtbegrüsserinnen freundlich vom Bühnenrand. Die Handfönerin wärmt wieder Rorschacher Hände und der Tagträumer erinnert barfuss und in einen Bademantel gehüllt an gemütliche Stadtspaziergänge. Aber auch an neuen Figuren fehlt es nicht. So wird für die Rorschacher Bevölkerung eine Bauchpinslerin ins Leben gerufen. More »

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Elias Bierdel zum europäischen Grenzregime

Oktober 18th, 2009 | No Comments | Posted in Politik

Vortrag von Elias Bierdel von borderline-europe, gehalten am 12.10.2009 in der Akademie der Bildenden Künste in Wien.

An den Grenzen (EU-)Europas zeigen sich die mörderischen Konsequenzen der europäischen Einwanderungspolitik in aller Deutlichkeit. Allein im Mittelmeer ertranken in den letzten Jahren zigtausende Menschen. Was in Europa gerne als „Tragödie“ bezeichnet wird, ist Folge einer bewussten Abschottungspolitik, deren vielleicht absurdester Auswuchs die strafrechtliche Verfolgung jener ist, die Migrant_innen/Flüchtlinge aus Seenot retten. Einer der Betroffenen ist Elias Bierdel, dessen „Cap Anamur“ 2004 37 Menschen rettete.

Im November 2006 wurde in Sizilien der Prozess gegen Elias Bierdel und seine zwei Mitangeklagten eröffnet. Am 7. Oktober 2009 wurden Bierdel und seine beiden Mitangeklagten von einem Gericht im sizilianischen Agrigento freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre Haft und eine Geldstrafe in Höhe von 400.000 Euro gefordert.

Filmdauer: 1 Std. 22 Min.

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