Wohnungsnot? Jeudi-Noir!

von fels am 9. Februar 2010

in Politik,Stadt,Stadtentwicklung

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Gegen Gentrification, Veredelung und Ökonomisierung der Städte braucht es Gegenstrategien.

In Paris macht Jeudi-Noir vor, wie das aussehen könnte. Das Kollektiv Jeudi-Noir hält seit Oktober 2009 einen stattlichen Stadtpalast, der seit 1965 (!) leer stand, besetzt.

In einem Interview auf taz.de meint einer der Besetzer:

Wir bleiben. Die Besitzerin, eine durchaus charmante 87-jährige Dame, die in einem Altersheim lebt und keineswegs die Absicht hat, je hier zu wohnen, hat uns besucht und selbst kein gerichtliches Vorgehen gegen uns gewünscht. Aber sie steht unter Vormundschaft, und ihre entfernten Verwandten haben offenbar exzellente Beziehungen zum Élysée. Wir richten uns hier auf längere Zeit ein, wir haben nicht nur nichts beschädigt, sondern alles wohnlich und sauber gemacht. Wenn der Staat mit einer Räumungsaktion und Repression eine Kraftprobe sucht, werden sich viele mit uns solidarisieren. Unsere Aktion ist zu einem Symbol geworden.

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