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	<title>raumsinn &#124; blog &#187; Öffentlicher Raum</title>
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		<title>Nachsaison</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 17:29:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sozialraum]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlicher Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Ländlicher Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Raumerkundung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn die Strände leergeräumt und die Touristen abgereist sind, kommt die ideale Zeit für eine Raumerkundung, z.B. in der Region Marche, Italien im Oktober 2009.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://danifels.ch/2010/01/07/nachsaison/" title="Permanent link to Nachsaison"><img class="post_image alignnone" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2010/03/4254492282_84e157abc7.jpg" width="500" height="332" alt="Post image for Nachsaison" /></a>
</p><div style="text-align: left; padding: 3px;">Wenn die Strände leergeräumt und die Touristen abgereist sind, kommt die  ideale Zeit für eine <a href="http://www.flickr.com/photos/raumsinn/sets/72157623160275360/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.flickr.com/photos/raumsinn/sets/72157623160275360/?referer=');"><strong>Raumerkundung</strong>,  z.B. in der Region Marche, Italien</a> im Oktober 2009.</div>
<div style="text-align: left; padding: 3px;"><img style="border: 2px solid #000000;" src="http://farm5.static.flickr.com/4043/4253728035_ef6be427a6.jpg" alt="" width="500" height="332" /></div>
<div style="text-align: left; padding: 3px;"></div>
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		<title>Sinnlichkeit als Identität Rorschachs</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 07:59:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sozialraum]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlicher Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Gastbeitrag von Nicolas Weber, Fabienne Federer und Daniela Tanner (Studierende FHS St.Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit) Am vergangenen Dienstag hat sich in der Ankerstrasse in Rorschach der Vorhang für das neunte und letzte Kapitel „Stadt der Sinne“ geöffnet. 50 Studierende der Fachhochschule St.Gallen gestalteten mit den Initiatoren Selina Ingold und Mark Riklin den abschliessenden Akt der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Gastbeitrag von Nicolas Weber, Fabienne Federer und Daniela Tanner (</em><em>Studierende FHS St.Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit)</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Am vergangenen Dienstag hat sich in der Ankerstrasse in Rorschach der Vorhang für das neunte und letzte Kapitel „Stadt der Sinne“ geöffnet. 50 Studierende der <a href="http://fhsg.ch/sa" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/fhsg.ch/sa?referer=');">Fachhochschule St.Gallen</a> gestalteten mit den Initiatoren Selina Ingold und Mark Riklin den abschliessenden Akt der Reihe „Stadt als Bühne“.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Rorschach.</strong> &#8211; Ein roter Vorhang ziert die Ankerstrasse. Stühle säumen den Laufsteg und warten auf neugierige Zuschauer, die sich nochmals ausgewählte Stadtfiguren der vergangenen acht Kapitel vor Augen führen möchten.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem die Glocke des Jakobsbrunnens verstummt ist, stellen die Initiatoren Selina Ingold und Mark Riklin <a href="http://www.ifsa.ch/772" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.ifsa.ch/772?referer=');">das letzte Kapitel „Stadt der Sinne“</a> vor. Im Publikum werden alt bekannte, reale Stadtfiguren erblickt. Viele von ihnen haben dabei in den letzten acht Kapiteln eine wichtige Rolle gespielt. Darunter befinden sich beispielsweise der Schatzsucher, „Marroni-Meier“, der Hafenmeister oder auch <a href="http://www.ifsa.ch/762" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.ifsa.ch/762?referer=');">der Glöckner</a>.</p>
<p><a href="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/10/stadtdersinne.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-237" title="stadtdersinne" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/10/stadtdersinne.jpg" alt="stadtdersinne" width="520" height="693" /></a></p>
<p><em>(Bild: Fabienne Federer, bearbeitet durch ubu)</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Letztes Wiedersehen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mit dem letzten Kapitel will man einerseits die fantasievollen Stadtfiguren der letzten vier Jahre nochmals zum Leben erwecken. Andererseits aber auch einen Anfang schaffen. Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen. Mit dem neunten Kapitel soll abschliessend ein nachhaltiger Ideenkatalog in den Köpfen der Rorschacher Bevölkerung hinterlassen werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Noch einmal winken die charmanten Stadtbegrüsserinnen freundlich vom Bühnenrand. Die Handfönerin wärmt wieder Rorschacher Hände und der Tagträumer erinnert barfuss und in einen Bademantel gehüllt an gemütliche Stadtspaziergänge. Aber auch an neuen Figuren fehlt es nicht. So wird für die Rorschacher Bevölkerung eine Bauchpinslerin ins Leben gerufen.<span id="more-236"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Längste Depesche der Schweiz</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Anschliessend an diesen Rückblick, wird der Blick in die Zukunft gerichtet. Die Stadt Rorschach soll als „Stadt der Sinne“ ausgerufen werden. Um die Sinnlichkeit der Stadt zu vermitteln sind einige Veränderungen nötig. In einer 22 Meter langen Depesche haben Studierende der FHS St.Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit, deshalb ihre Ideen festgehalten. Nachdem einige Anregungen vorgestellt wurden, übereichen die Studierenden die Depesche dem Stadtpräsidenten Thomas Müller. Sie wünschen, dass sich der Stadtrat bei künftigen Projekten davon inspirieren lässt und einige Anregungen auch umsetzt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Diskussion im Mariaberg</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Im <a href="http://www.maberg.ch/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.maberg.ch/?referer=');">Kulturlokal Mariaberg</a> findet die abschliessende Diskussion statt. Neben den Initianten und den Studierenden, nehmen auch der Stadtpräsident Thomas Müller, FHS-Rektor Sebastian Wörwag, Audiologe Stephan Kunz, Sozialraumexperte Dani Fels und weitere prominente Gäste teil. „Eine Stadt lebt von ihren Geschichten“, so Wörwag, der deshalb in der Reihe „Stadt als Bühne“ ein grosses Potential für Rorschach erkennt. Über die Nachhaltigkeit des Projekts wurde zu Beginn jedoch gerätselt. Hinterlassen die Butler mit Bettflaschen oder Fön und andere Stadtfiguren mehr als nur ein Schmunzeln auf den Lippen der Rorschacher Bevölkerung? Setzen Sie nachhaltige Zeichen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Liegestühle und Schatzsucher als Wendepunkt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die verschiedenen Aktionen liessen die Skepsis immer mehr in den Hintergrund treten. So meint Dani Fels, die Ernsthaftigkeit des Projekts erkannt zu haben, als er im Tagblatt die Stellenanzeige des Schatzsuchers entdeckte. Thomas Müller erkannte das Potential für das Stadtbild bei der Aktion mit den 100 rot-weiss gestreiften Liegestühlen. Zum Schluss äussert er das Versprechen, die Depesche durchzulesen. Ob jedoch Ansätze davon übernommen werden, lässt er offen. Mit dieser Diskussion schliesst „Stadt als Bühne“ ihren Vorhang. Einige Stadtfiguren haben dadurch an Aufmerksamkeit gewonnen, wieder andere sind durch das Projekt erst entstanden. Es ist nun zu hoffen, dass die eine oder andere jetzt noch fiktive Figur, die Wege der Rorschacher auch in Zukunft kreuzen wird.</p>
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		<title>Lebendige Stadt</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 16:02:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sozialraum]]></category>
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		<description><![CDATA[Was macht eine Stadt belebt und interessant? Verallgemeinert man die Merkmale von in diesem Sinne urbanen Orten wie Manhattan, dem Pariser Quartier Latin oder Palermo, dann lassen sich drei Begriffe herausdestillieren, die erlebnisreiche Szenen beschreiben: Ungleichheit, Ungleichzeitigkeit und Ungleichwertigkeit. Ungleichheit der Menschen und der Aktivitäten spiegelt sich in verschiedenen Lebensstilen, in verschiedenartigen Verhaltensweisen und in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: justify;">Was macht eine Stadt belebt und interessant? Verallgemeinert man die Merkmale von in diesem Sinne urbanen Orten wie Manhattan, dem Pariser Quartier Latin oder Palermo, dann lassen sich drei Begriffe herausdestillieren, die erlebnisreiche Szenen beschreiben: Ungleichheit, Ungleichzeitigkeit und Ungleichwertigkeit.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/07/vision_von_stadt.jpg"><img class="size-full wp-image-173 alignnone" title="vision_von_stadt" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/07/vision_von_stadt.jpg" alt="vision_von_stadt" width="520" height="345" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><br />
Ungleichheit</strong> der Menschen und der Aktivitäten spiegelt sich in verschiedenen Lebensstilen, in verschiedenartigen Verhaltensweisen und in unterschiedlichen Arten der Selbstpräsentation. Arbeitende und flanierende Menschen, schnelle und langsame Bewegung, Arme und Reiche, in sich Gekehrte und Agitierende, Käufer und Verkäufer. Bunter wird es, wenn verschiedene ethnische Gruppen das Strassenbild prägen, wenn das noch nie Gesehene unverhofft präsent ist, wenn fremde Waren oder exotische Musik dargeboten werden. Und unsere Aufmerksamkeit wird insbesondere angeregt, wenn verschiedene Nutzungsarten koexistieren. Eine Museumsinsel ist langweilig, wenn sie nicht in einem andersartigen Umfeld liegt, ein Bankenviertel ist öde, weil es nichts Überraschendes bietet, ein reines Wohngebiet schläfert ein, weil nichts als Wohnen passiert. Erlebniswert hat ein städtisches Quartier nur dann, wenn man dem Fremden, dem Unerwarteten begegnet, wenn sich die Wege von Menschen, die mit den verschiedensten Zielen und aus den verschiedensten Gründen unterwegs sind, kreuzen und sich dadurch die überraschendsten Kombinationen und Szenerien ergeben. Dazu gehört auch das Widerständige, das Ungeplante, das keinen privaten Ort hat und deshalb den öffentlichen Strassenraum aufsucht. Sozial, kulturell und funktional homogene Orte können nicht urban sein, denn sie sind exklusiv – das gilt für das Oberschichtengetto ebenso wie für die unter Kontrolle gebrachten Räume einer alternativen Szene. Ungleichheit ist jedoch nicht nur eine kulinarische Angelegenheit, sondern erzeugt auch Konflikte. Wenn es für einen Teil der städtischen Gesellschaft keine Integrationsperspektive mehr gibt, wenn also aus Ungleichheit unvereinbare Gegensätze werden, dann wird die städtische Szenerie so lebhaft, dass sie nicht mehr so einfach als Erlebnis verdaut werden kann.<span id="more-172"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ungleichzeitigkeit</strong> ist ein weiteres Element einer interessanten Stadt. Unterschiedliche Baustile und Funktionen aus verschiedenen Epochen der Geschichte einer Stadt, die Präsenz und die Widersprüchlichkeit des Ungleichzeitigen machen gesellschaftliche und städtische Entwicklung bewusst. Die Anwesenheit von Geschichte in Form von Zeugnissen untergegangener Herrschafts- und Wirtschaftsepochen gibt der Stadt eine eigene Vitalität, denn in Gebäuden und Grundrissen sind die Mühen früherer Generationen vergegenständlicht. Gerade wenn sich dies in unter heutigen Gesichtspunkten dysfunktionalen Strukturen bemerkbar macht, stösst sich die Gegenwart an der Geschichte und fordert zur kreativen Aneignung heraus. Die Beseitigung historischer Bausubstanz ist daher immer auch ein Verlust an kreativen Energien. Eine Stadt, die zu einem bestimmten Zeitpunkt geplant worden und entstanden ist, kann niemals so sehr die Fantasie anregen oder so viele Anstösse geben wie eine historisch vielfältig geprägte Stadt. Gleichzeitigkeit ist langweilig. Das gilt auch für die möglichen Nutzungsarten, die sich im städtischen Gehäuse einnisten können. In kleinteiligen Eigentümerstrukturen verändert sich niemals alles gleichzeitig. Tradiertes und Zurückgebliebenes hat seinen Ort neben dem Neuen und Dynamischen. So ergibt sich auch eine Stadt mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, die die Sinne herausfordert und Reaktionen provoziert.<br />
Und von Ungleichzeitigkeit geprägt ist auch der Rhythmus einer belebten Stadt. Hier funktioniert nichts nach einem zentralen Zeitregime. Jahreszeiten und Öffnungszeiten müssen ihre strukturierende Gewalt verlieren, wenn Spontanes, Ungeplantes und Unerwartetes möglich sein soll. Eine Stadt ist nur dann lebendig, wenn man darauf hoffen darf, dass nicht alles nach Plan verläuft. Der Mythos des Urbanen lebt wesentlich von der beständigen Erwartung, dass alles, was ist, auch anders sein könnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Schließlich ist der Aspekt der <strong>Ungleichwertigkeit</strong> zu nennen, der mit der Ungleichzeitigkeit eng zusammenhängt. Die Bewertung von Boden und Gebäuden ist ein ökonomischer Prozess, der nicht an jedem Ort einer bestehenden Stadt gleiche Konsequenzen hat. Ob die jeweilige Wertzuschreibung sich in Umnutzung, in einem Umbau oder in der Fluktuationsrate der Bewohner niederschlägt, hängt auch von den Eigentumsstrukturen und von den Entscheidungen der Eigentümer ab. In jeder Stadt gibt es Gegenden, in denen die Gebäude abgeschrieben sind oder wegen der Eigentümlichkeiten von privaten Eigentümern die potenziell möglichen Erträge nicht auch realisiert werden. In solchen entwerteten Bereichen haben auch nicht-ökonomische, unrentable oder ökonomisch schwache Aktivitäten eine Chance. Und gerade dies sind häufig die innovativen oder provokativen Aktivitäten, sei es im kulturellen, sozialen, politischen oder ökonomischen Bereich. Sie, und nicht die internationalen Standardangebote, bringen eine attraktive, erlebnisreiche Atmosphäre in ein Quartier. Dass sie existieren können, setzt allerdings Nischen voraus, die nicht vom Verwertungsdruck des Immobilienkapitals besetzt sind.<br />
Ungleichheit, Ungleichzeitigkeit und Ungleichwertigkeit lassen sich nicht planen. Sie entziehen sich der bewussten Gestaltung und können nur entstehen im Rahmen einer historischen Entwicklung, die von keinem steuernden Zentrum dominiert wird. Wo Planer dennoch versuchen, urbane Situationen zu kreieren, wie etwa in den modernen Grosseinkaufszentren, in den Malls von baulichen Grossprojekten oder in anderen kommerziellen Schwerpunkten der City-Planung, bleibt alles künstlich. Die Teilhabe ist an soziale Konvention oder an die Kaufkraft gebunden; Aktivitäten finden nur während der Öffnungszeiten statt; und das urbane Erlebnis ist auf bestimmte Räume begrenzt. In der inszenierten Stadt wird Urbanität lediglich simuliert, und deshalb bleibt sie letztlich immer steril.
</p>
<p style="text-align: justify;"><em>(Quelle: Hartmut Häußermann in: Karen Ziener/Ines Carstensen/Elke Goltz (Hrsg.). Bewegende Räume &#8211; Streiflichter multidisziplinärer Raumverständnisse. Praxis Kultur- und Sozialgeographie | PKS 36 Festschrift anlässlich der Verabschiedung von Frau Prof. Dr. Gabriele Saupe am 26.11.2004)</em></p>
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		<title>Urbanität, Stadtkultur</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 20:12:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der theoretischen Diskussion über Stadt ist Urbanität gleichbedeutend mit Stadtkultur. Der Begriff Stadtkultur bezeichnet eine bestimmte Art und Weise zu leben, die die öffentliche und demokratische Entscheidung über die Entwicklung des Gemeinwesens beinhaltet; charakteristisch für städtische Kultur ist seit der Antike die Offenheit gegenüber dem Fremden, gegenüber kultureller und intellektueller Innovation. Dazu gehören auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: justify;">In der theoretischen Diskussion über Stadt ist Urbanität gleichbedeutend mit Stadtkultur. Der Begriff Stadtkultur bezeichnet eine bestimmte Art und Weise zu leben, die die öffentliche und demokratische Entscheidung über die Entwicklung des Gemeinwesens beinhaltet; charakteristisch für städtische Kultur ist seit der Antike die Offenheit gegenüber dem Fremden, gegenüber kultureller und intellektueller Innovation. Dazu gehören auch die Individuation und die Anonymität, die allein unter städtischen Lebensbedingungen möglich sind und die experimentelle Lebensstile und Rollenwechsel zu praktisch jeder Zeit und in jedem Lebensabschnitt ermöglichen. Daraus ergibt sich kulturelle Vielfalt, die das Ferment ist für sich selbst verstärkende Prozesse kultureller und ökonomischer Differenzierung. In geschlossenen Gesellschaften, in denen das individuelle Verhalten von den Nachbarn oder Verwandten – oder gar staatlichen Instanzen – kontrolliert und sanktioniert werden kann, ist Differenzierung nicht möglich. Für Urbanität sind unkontrollierte Räume, in denen sich Öffentlichkeit herstellen kann, essenziell wichtig – Öffentlichkeit als etwas Soziales und Politisches, das sich aus individuellem und kollektivem, aber aufeinander bezogenem Handeln ergibt. Zur Stadtkultur gehören daher auch öffentliche Räume, deren Öffentlichkeitscharakter sich zwar keineswegs in ihrem baulichen Substrat erschöpft, die jedoch gewissen Mindeststandards genügen müssen, um Öffentlichkeit überhaupt möglich zu machen. Der Idealvorstellung von Urbanität liegt eine Utopie des liberalen Anarchismus zugrunde – bürgerlich und antibürgerlich zugleich. Eine urbane Stadt ist eine lebendige Stadt.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/06/bhfnord.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-162" title="bhfnord" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/06/bhfnord.jpg" alt="bhfnord" width="520" height="345" /></a></p>
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<p style="text-align: justify;">Urbanität ist ein vielschichtiger Begriff, der politische, ökonomische und kulturelle Dimensionen hat. In der städtebaulichen Diskussion der Gegenwart ist er allerdings weit gehend banalisiert worden und fasst lediglich äusserliche Merkmale von Orten zusammen. Urbanität wird damit auf eine kulinarische Dimension reduziert; sie bezeichnet den Stadtraum als Kulisse für einen interessanten Aufenthalt, als Ort, an dem man „etwas erleben“ kann. Der Stadtbesucher oder -bewohner ist Konsument einer Atmosphäre. Mit Urbanität ist in städtebaulicher Propaganda in der Regel nicht mehr gemeint als „belebte Stadt“, sonst wäre sie ja erst in zweiter Linie ein Thema von Architektur oder Städtebau. Aber mehr, als die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich Vielfalt und Lebendigkeit entfalten können, sollten sich Architekten und Städtebauer auch nicht abverlangen. Denn Urbanität lässt sich nicht planen. Urban ist eine städtische Gesellschaft aus sich heraus &#8211; oder sie ist es nicht. Und wenn sie es ist, dann schafft sie sich auch ihren baulichen Ausdruck. Mehr als Erfüllungsgehilfen dominierender gesellschaftlicher Mächte sind ArchitektInnen nicht, auch wenn sie sich häufig als die eigentlichen Macher der Welt sehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Seien wir bescheiden: Viel wäre schon gewonnen, wenn Städtebauer in der Lage wären, die Voraussetzungen für eine belebte Stadt zu verwirklichen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>(Quelle: Hartmut Häußermann in: Karen Ziener/Ines Carstensen/Elke Goltz (Hrsg.). Bewegende Räume &#8211; Streiflichter multidisziplinärer Raumverständnisse. Praxis Kultur- und Sozialgeographie | PKS 36 Festschrift anlässlich der Verabschiedung vonFrau Prof. Dr. Gabriele Saupe am 26.11.2004)</em></p>
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		<title>Inszenierte Urbanität</title>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2009 20:37:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn von Planern und Investoren „Urbanität“ angezielt wird, dann handelt es sich in der Regel um ein sorgfältiges Kalkül, das Risiken möglichst ausschliessen soll. Stadtbewohner werden nur als Konsumenten eingeplant. Sie sollen sich vorgegebener Einrichtungen und Dienstleistungen bedienen und an organisierten Erlebnissen ihre Freude haben. Die grösste Gefahr für die Investoren ist, dass das Vorgesehene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: justify;"><a href="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/05/stadtlounge.jpg"><img class="size-full wp-image-157 alignnone" title="stadtlounge" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/05/stadtlounge.jpg" alt="stadtlounge" width="520" height="388" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Wenn von Planern und Investoren „Urbanität“ angezielt wird, dann handelt es sich in der Regel um ein sorgfältiges Kalkül, das Risiken möglichst ausschliessen soll. Stadtbewohner werden nur als Konsumenten eingeplant. Sie sollen sich vorgegebener Einrichtungen und Dienstleistungen bedienen und an organisierten Erlebnissen ihre Freude haben. Die grösste Gefahr für die Investoren ist, dass das Vorgesehene nicht eintritt, ihr Angebot nicht „angenommen“ wird, wie man in der Marketingsprache sagt. Dann muss mit noch raffinierteren Methoden und noch spektakuläreren Ereignissen um das Publikum geworben werden, und dann jagt ein inszeniertes Erlebnis das andere. Was einen in der Stadt erwartet, kann man dann vorher im Veranstaltungsprogramm der Tageszeitung lesen. Die gebaute Stadt gibt es dann immer noch, aber sie ist nicht mehr urban.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass Urbanität, also städtische Kultur, nicht allein das Ergebnis planerischer oder politischer Entscheidungen sein kann, enthebt jedoch die StadtplanerInnen nicht der Verantwortung, zu prüfen, ob die Möglichkeiten ihrer Entfaltung eher beschränkt oder erweitert werden, wenn immer grössere Teile der Stadt in grossen Bauvorhaben privater Investoren verschwinden. Entscheidend dafür dürfte sein, welchen Platz die Bürger einer Stadt neben den Medien, Geld und Macht in der Gestaltung des städtischen Lebens einnehmen – und wie viel öffentlicher Raum ihnen dafür zur Verfügung steht.<br />
Ebenso, wie in den Grosssiedlungen der siebziger Jahre alles verplant und funktional zugerichtet wurde, lassen die meisten Investoren-Projekte auch heute keine Nischen und keine Lücken für spontane Nutzungen oder nicht-kommerzielle Zwecke. Für so etwas ist der Boden durch die Planung selbst zu wertvoll geworden. Damit aber werden wichtige Elemente einer urbanen oder einer auch nur lebendigen Stadt ausgesperrt.
</p>
<p style="text-align: justify;"><em>(Quelle: Hartmut Häußermann in: Karen Ziener/Ines Carstensen/Elke Goltz (Hrsg.). Bewegende Räume &#8211; Streiflichter multidisziplinärer Raumverständnisse. Praxis Kultur- und Sozialgeographie | PKS 36 Festschrift anlässlich der Verabschiedung vonFrau Prof. Dr. Gabriele Saupe am 26.11.2004)</em></p>
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		<title>Gefühlte Sicherheit</title>
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		<pubDate>Fri, 15 May 2009 21:10:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weil ich immer wieder danach gefragt werde, hier der Link zum Video von Marco Hess über die 3. Ostschweizer Sozialraumtagung (Original ohne Untertitel). Ein Klick aufs Bild leitet weiter zum Film bei video-artwork. (Bild: Hanspeter Schiess)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Weil ich immer wieder danach gefragt werde, hier der Link zum Video von <a href="http://www.video-artwork.ch/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.video-artwork.ch/?referer=');">Marco Hess </a>über die 3. Ostschweizer Sozialraumtagung (Original ohne Untertitel).</p>
<p><a href="http://www.video-artwork.ch/filmschau/sozialraumtagung07.htm" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.video-artwork.ch/filmschau/sozialraumtagung07.htm?referer=');"><img class="size-full wp-image-152 alignnone" title="srt07" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/05/srt07.jpg" alt="srt07" width="520" height="347" /></a></p>
<p><em>Ein Klick aufs Bild leitet weiter zum Film bei video-artwork. (Bild: Hanspeter Schiess)<br />
</em><!-- ckey="2EF9666E" --></p>
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		<title>Ordnungspolitische Kolonialisierung</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 14:52:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer unerwünschte Submilieus aus dem Stadtbild entfernen will, kann das auf verschiedenste Arten tun: mit architektonischen Konzepten, die den „falschen Gruppen“ ihren Aufenthalt unwirtlich machen, aber auch klassischen ordnungspolitischen Instrumenten. Das Resultat ist ein Konzept von öffentlicher Sicherheit, das letztendlich auf eine Intensivierung der sozialen Kontrolle abzielt. Alltagspraktisch werden sozialpolitische, sozialarbeiterische, stadtplanerische, ordnungspolitische, polizei- und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: justify;"><span lang="DE">Wer unerwünschte Submilieus aus dem Stadtbild entfernen will, kann das auf verschiedenste Arten tun: mit architektonischen Konzepten, die den „falschen Gruppen“ ihren Aufenthalt unwirtlich machen, aber auch klassischen ordnungspolitischen Instrumenten.<br />
Das Resultat ist ein Konzept von öffentlicher Sicherheit, das letztendlich auf eine Intensivierung der sozialen Kontrolle abzielt. Alltagspraktisch werden sozialpolitische, sozialarbeiterische, stadtplanerische, ordnungspolitische, polizei- und strafrechtliche Massnahmen miteinander vermengt. Sozialarbeit steht dabei vor neuen Herausforderungen bis hin zu einer ordnungspolitischen Kolonialisierung und Instrumentalisierung dieses Arbeitsfeldes.<br />
Bei den Bemühungen um eine „sichere und saubere Stadt” kommt es in einer Vielzahl von Fällen zu willkürlichen Massnahmen, die kaum als rechtsstaatlich bezeichnet werden können. </span>Das Abschieben, Hinausweisen und Fortjagen als populäre Umgangsformen mittlerer Brutalität besitzen eine Jahrhunderte alte Tradition. In dieser Tradition stehen die Platzverweise und Aufenthaltsverbote moderner Stadtordnungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts, wobei Städte und Gemeinden eine Vorreiterrolle einnehmen, die sich touristisch besonders attraktiv geben wollen.
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<p style="text-align: justify;"><a href="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/04/raumsoziologie-loew2.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-116" title="raum" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/04/raumsoziologie-loew2.gif" alt="raum" width="280" height="210" /></a>Soziale Arbeit, zu deren Zielgruppen die im öffentlichen Raum „auffälligen&#8221; Personen seit langem gehören, befindet sich in vielen Situationen ihres professionellen Handelns in Widersprüchen, in die sie gelegentlich aus eigenem Antrieb gerät, die ihr allerdings häufig auch im Kontext der neuen Ausschluss- und Kontrollpolitiken zugewiesen werden. Sie muss sich zwischen dem staatlichen Versorgungs- und Normalisierungsauftrag einerseits und den konkreten Bedürfnissen und Rechten der Klienten andererseits behaupten. Die mit diesem „doppelten Mandat&#8221; zusammenhängenden Fragen und Probleme sind eine „alte Angelegenheit&#8221; der Professionalisierungsdebatte in der Sozialarbeit: Zum einen geht es um Fürsprache, um Mobilisierung von Verständnis für sogenannte soziale „Randgruppen&#8221;. Sozialarbeit trägt zweitens auch selbst zur Segregation bei &#8211; und zwar da, wo Menschen in einer elenden Lebenssituation sich selbst überlassen werden, wo zu hochschwellige Angebote und Konzepte ausgrenzende Wirkungen entfalten. Im Überlebenskampf Sozialer Arbeit komme es drittens immer wieder zu Situationen, in denen ihre Auftraggeber eine in <em>ihrem</em> Sinne wirksam werdende „Problemlösungskompetenz&#8221; unter Beweis gestellt sehen möchten.</p>
<p style="text-align: justify;">Die nicht mehr zu übersehende Flut von Regelungen und Interventionen wird bürgerschaftliche Gegenwehr weiter erschweren. Ungeachtet aller technischen Neuerungen im Sicherheits-, Überwachungs- und Vertreibungswesen bleibt freilich ein alter Kern beständig: der Versuch der Entstörung einer sich gestört fühlenden Öffentlichkeit. Von den alten Armenordnungen bis zu „Zero Tolerance&#8221; besteht eine nahezu bruchlose Kontinuität des repressiven Umgangs mit Gruppen, welch die vormals feudalistische und heute bürgerliche Ordnung des öffentlichen Raums zu stören drohen. Die Geschichte hat gezeigt, dass die erzielten Effekte eher mässig sind: „Alles, was wir erreichen können,&#8221; so drückte es einmal ein für die öffentliche Ordnung einer grösseren Stadt verantwortlicher Polizist aus, „ist nichts anderes, als das Elend auf Trab zu halten und im Kreis herumzuführen&#8221;.<span lang="DE"><br />
</span>
</p>
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		<title>Tiefenbohrung am Marktplatz</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 13:18:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
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		<description><![CDATA[Etwas Werbung (nicht nur) in eigener Sache. Unter dem St.Galler Marktplatz soll eine viergeschossige Tiefgarage mit insgesamt 270 Parkplätzen entstehen. Das Siegerprojekt für die Oberfläche sieht eine Markthalle und einen leergeräumten Platz vor. Die Erfreuliche Universität Palace nimmt im April drei Tiefenbohrungen am Marktplatz vor: Zur Geschichte, zum Sozialraum, zur Verkehrsplanung. Die Erfreuliche Universität hofft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: justify;">Etwas Werbung (nicht nur) in eigener Sache.</p>
<p style="text-align: justify;">Unter dem <a href="http://www.stadt.sg.ch/home/bau_und_planung/projekt_marktplatz.html" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.stadt.sg.ch/home/bau_und_planung/projekt_marktplatz.html?referer=');">St.Galler Marktplatz</a> soll eine viergeschossige Tiefgarage mit insgesamt 270 Parkplätzen entstehen. Das Siegerprojekt für die Oberfläche sieht eine Markthalle und einen leergeräumten Platz vor. Die Erfreuliche Universität <a href="http://palace.sg/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/palace.sg/?referer=');">Palace</a> nimmt im April drei Tiefenbohrungen am Marktplatz vor: Zur Geschichte, zum Sozialraum, zur Verkehrsplanung. Die Erfreuliche Universität hofft auf nützliche Fundstücke für die Neugestaltung, über welche das Stadtparlament im Herbst entscheidet.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Schicht 1: Stadtentwicklung </strong><br />
Wieso die Parkbänke bereits während des Dreissigjährigen Krieges aus dem öffentlichen Raum verbannt wurden. Weshalb die Stadt schon im 19. Jahrhundert ein Parkplatzproblem hatte. Warum man auf dem Marktplatz Schlauchboot fahren konnte. Ein Abriss über die städtebauliche Geschichte des Marktplatzes St.Gallen vom 15. Jahrhundert bis heute wirft Fragen zur Nutzung und Nutzen des öffentlichen Raumes auf.
</p>
<p style="text-align: justify;">Prof. für diesen Abend: Maurus Bieler, Historiker</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Schicht 2: Sozialraum<br />
</strong>Parkplätze, Stadien und Einkaufszentren sind die kollektiven Räume unserer Epoche. Die demokratischen und sozialen Funktionen von Plätzen, Parks und Strassen erodieren zunehmend und die Formen der Regulation, deren Ziel die Verdrängung der Underdogs ist, werden permanent erweitert und verfeinert. Am Beispiel des Marktplatzes soll aufgezeigt werden, dass öffentlicher Raum mehr sein muss als ein funktionaler Raum der städtisches Leben möglich macht und strukturiert.
</p>
<p style="text-align: justify;">Prof. für diesen Abend: Dani Fels, Raumsinniger, <a href="http://ifsa.ch" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/ifsa.ch?referer=');">FHS St.Gallen</a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Schicht 3: Verkehrsplanung</strong><br />
Eine Parkgarage in der Mitte der Stadt – sie erst soll eine Neugestaltung des Marktplatzes möglich machen. Stimmt das tatsächlich? Oder handelt es sich bei der Neugestaltung nicht vielmehr um eine Mogelpackung für die Autos? Was sind die Folgen für den öffentlichen Verkehr? Und was bedeutet die Lösung am Marktplatz für die Verkehrsplanung in der ganzen Stadt? Stichworte: Bahnhofplatz, Südspange, Hochbahn.</p>
<p style="text-align: justify;">Diskussion mit <a href="http://www.stadt.sg.ch/news/14/2009/03/pensionierung_stadtingenieur.html" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.stadt.sg.ch/news/14/2009/03/pensionierung_stadtingenieur.html?referer=');">Hansjörg Roth</a>, Stadtingenieur, <a href="http://www.raumundverkehr.ch/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.raumundverkehr.ch/?referer=');">Andreas Bernhardsgrütter</a>, Stadtparlamentarier SP, VCS und Kurt Weigelt, IG Chance Marktplatz<br />
Gesprächsleitung: Kaspar Surber
</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/04/sgmarktplatz1.gif"><img class="alignnone size-full wp-image-91" title="sgmarktplatz1" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/04/sgmarktplatz1.gif" alt="sgmarktplatz1" width="480" height="313" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Visualisierung Siegerprojekt Marktplatz St.Gallen (Josy und Orazio)</p>
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		<title>Mit rosa Licht gegen Jugendliche</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 10:19:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sozialraum]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlicher Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Die  Layton Burroghs Resident&#8217;s Associatian in Mansfield (GB) hat auf Strassen und insbesondere in Unterführungen rosa Licht installiert, mit dem Ziel Jugendliche fernzuhalten. Rosa Licht wird von Kosmetikerinnen verwendet, um Hautunreinheiten besser zu erkennen. Die Idee der Installation im öffentlichen Raum ist offenbar, die Akne von Jugendlichen im rosa Licht so stark sichtbar werden zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img class="alignnone size-full wp-image-83" title="hoodies_1291966c" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/04/hoodies_1291966c.jpg" alt="hoodies_1291966c" width="460" height="288" /></p>
<p style="text-align: justify;">Die  Layton Burroghs Resident&#8217;s Associatian in Mansfield (GB) hat auf Strassen und insbesondere in Unterführungen rosa Licht installiert, mit dem Ziel Jugendliche fernzuhalten. Rosa Licht wird von Kosmetikerinnen verwendet, um Hautunreinheiten besser zu erkennen. Die Idee der Installation im öffentlichen Raum ist offenbar, die Akne von Jugendlichen im rosa Licht so stark sichtbar werden zu lassen, dass sie den Ort künftig meiden. [via <a href="http://news.bbc.co.uk/1/hi/england/nottinghamshire/7963347.stm" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/news.bbc.co.uk/1/hi/england/nottinghamshire/7963347.stm?referer=');">BBC News</a>]</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Kommentar dazu von Sophie Manning im <a href="http://www.youthnet.org/ynblog/blog/entry/an_armory_of_weapons_against" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.youthnet.org/ynblog/blog/entry/an_armory_of_weapons_against?referer=');">YouthNet blog</a>.<a href="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/04/hoodies_1291966c.jpg"> </a></p>
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