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	<title>raumsinn &#124; blog &#187; Stadtentwicklung</title>
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		<title>Wissen, was Gentrification ist</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 15:04:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Stadt]]></category>
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		<description><![CDATA[(Bild: &#8220;Gentrification&#8221; von Keno, k3no.com) In der Ausgabe 05.10 bringt TERZ, die autonome Stadtzeitung für Politik und Kultur aus Düsseldorf ein sehr lesenswertes Interview mit dem Berliner Stadtsoziologen Andrej Holm, der an der Uni Oldenburg lehrt. Im Gespräch, das Ani Diesselmann führte, geht es auch um Widerstand gegen Gentrifizierung sowie Erfolge und Ziele entsprechender Kampagnen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://danifels.ch/2010/05/03/wissen-was-gentrification-ist/" title="Permanent link to Wissen, was Gentrification ist"><img class="post_image alignnone" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2010/05/Art_Keno-K3nocom.png" width="500" height="324" alt="Post image for Wissen, was Gentrification ist" /></a>
</p><p style="text-align: justify;"><em>(Bild: &#8220;Gentrification&#8221; von Keno, <a href="http://www.k3no.com" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.k3no.com?referer=');">k3no.com</a>)</em></p>
<p style="text-align: justify;">In der Ausgabe 05.10 bringt <a href="http://www.terz.org/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.terz.org/?referer=');">TERZ, die autonome Stadtzeitung</a> für Politik und Kultur aus Düsseldorf ein sehr lesenswertes Interview mit dem Berliner Stadtsoziologen <a href="http://www.stadtforschung.uni-oldenburg.de/44176.html" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.stadtforschung.uni-oldenburg.de/44176.html?referer=');">Andrej Holm</a>, der an der Uni Oldenburg lehrt. Im Gespräch, das Ani Diesselmann führte, geht es auch um Widerstand gegen Gentrifizierung sowie Erfolge und Ziele entsprechender Kampagnen.</p>
<p>Interview: <a href="http://www.terz.org/texte/texte_1005/gentrifizierung.html" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.terz.org/texte/texte_1005/gentrifizierung.html?referer=');">&#8220;Jetzt wissen alle, was Gentrification ist.&#8221;</a></p>
<p style="text-align: justify;">Andrej Holm betreibt mit dem <a href="http://gentrificationblog.wordpress.com/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/gentrificationblog.wordpress.com/?referer=');">gentrificationblog</a> eine Plattform zur Stärkung von Stadtteilmobilisierungen und MieterInnenkämpfen.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Am 9.3.2010 war Holms zudem Gesprächspartner in der Sendung Quarks&amp;Co des WDR. Unter dem Titel &#8220;Nackt, aber sicher? &#8211; Wieviel Sicherheit erträgt die Demokratie?&#8221; wurden verschiedene Beiträge zur Hochrüstung des Sicherheitsstaats gesendet. Andrej Holm hat diesen aus dem Ruder laufenden &#8220;Risikowahn&#8221; der Behörden am eigenen Leib erfahren, indem er wegen seiner wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Gentrification und Prekarisierung unter Terrorismusverdacht geriet. Die ganze Sendung kann <a href="http://medien.wdr.de/download/1268164860/quarks/wdr_fernsehen_quarks_und_co_20100309.mp4" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/medien.wdr.de/download/1268164860/quarks/wdr_fernsehen_quarks_und_co_20100309.mp4?referer=');">als Podcast geladen</a> oder im <a href="http://www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtv.phtml?ref=70087" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtv.phtml?ref=70087&amp;referer=');">WebTV des WDR</a> gestreamt werden.</p>
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		<title>quartierpalaver.ch</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 00:52:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialraum]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Quartierarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Weblog zum projet urbain in Rorschach.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://danifels.ch/2010/03/18/quartierpalaver-ch/" title="Permanent link to quartierpalaver.ch"><img class="post_image alignnone frame" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2010/03/Bildschirmfoto-2010-03-18-um-01.45.30.png" width="500" height="306" alt="Post image for quartierpalaver.ch" /></a>
</p><p><a href="http://quartierpalaver.ch" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/quartierpalaver.ch?referer=');">Weblog</a> zum <a href="http://www.are.admin.ch/themen/agglomeration/00630/02258/index.html?lang=de" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.are.admin.ch/themen/agglomeration/00630/02258/index.html?lang=de&amp;referer=');">projet urbain</a> in Rorschach.</p>
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		<title>Wohnungsnot? Jeudi-Noir!</title>
		<link>http://danifels.ch/2010/02/09/wohnungsnot-jeudi-noir/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 10:53:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Gentrifizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Gegen Gentrification, Veredelung und Ökonomisierung der Städte braucht es Gegenstrategien. In Paris macht Jeudi-Noir vor, wie das aussehen könnte. Das Kollektiv Jeudi-Noir hält seit Oktober 2009 einen stattlichen Stadtpalast, der seit 1965 (!) leer stand, besetzt. In einem Interview auf taz.de meint einer der Besetzer: Wir bleiben. Die Besitzerin, eine durchaus charmante 87-jährige Dame, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://danifels.ch/2010/02/09/wohnungsnot-jeudi-noir/" title="Permanent link to Wohnungsnot? Jeudi-Noir!"><img class="post_image alignnone" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2010/02/jeudi-noir___.jpg" width="333" height="300" alt="Post image for Wohnungsnot? Jeudi-Noir!" /></a>
</p><p style="text-align: justify;">Gegen Gentrification, Veredelung und Ökonomisierung der Städte braucht es Gegenstrategien.</p>
<p style="text-align: justify;">In Paris macht Jeudi-Noir vor, wie das aussehen könnte. Das <a href="http://www.jeudi-noir.org/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jeudi-noir.org/?referer=');"><strong>Kollektiv Jeudi-Noir</strong> </a>hält seit Oktober 2009 einen stattlichen Stadtpalast, der seit 1965 (!) leer stand, besetzt.</p>
<p style="text-align: justify;">In einem <strong><a href="http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/wir-bleiben-hier/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/wir-bleiben-hier/?referer=');">Interview auf taz.de</a></strong> meint einer der Besetzer:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wir  bleiben. Die Besitzerin, eine durchaus charmante 87-jährige Dame, die in  einem Altersheim lebt und keineswegs die Absicht hat, je hier zu  wohnen, hat uns besucht und selbst kein gerichtliches Vorgehen gegen uns  gewünscht. Aber sie steht unter Vormundschaft, und ihre entfernten  Verwandten haben offenbar exzellente Beziehungen zum Élysée. Wir richten  uns hier auf längere Zeit ein, wir haben nicht nur nichts beschädigt,  sondern alles wohnlich und sauber gemacht. Wenn der Staat mit einer  Räumungsaktion und Repression eine Kraftprobe sucht, werden sich viele  mit uns solidarisieren. Unsere Aktion ist zu einem Symbol geworden.</p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Gentrification &#8211; The war on creativity</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 17:28:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sozialraum]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Gentrifizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Urbanität]]></category>

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		<description><![CDATA[Earthsharing hatte 2009 einen Filmwettbewerb zum Thema Gentrifizierung ausgeschrieben. Der Siegerbeitrag von Ingrid Booker fragt, weshalb KünstlerInnen im Gentrifizierungsspiel wie Schachfiguren erscheinen. Ingrid Brooker was the winner of the $3000 first prize! The second I Want to Live Here film competition was pleased to award Ingrid the prize after her cutting edge piece on how [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://www.earthsharing.org.au/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.earthsharing.org.au/?referer=');">Earthsharing</a></strong> hatte 2009 einen <a href="http://www.iwanttolivehere.org.au/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.iwanttolivehere.org.au/?referer=');">Filmwettbewerb</a> zum Thema Gentrifizierung ausgeschrieben. Der Siegerbeitrag von <strong><a href="http://www.agastopia.com/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.agastopia.com/?referer=');">Ingrid Booker</a> </strong>fragt, weshalb KünstlerInnen im Gentrifizierungsspiel wie Schachfiguren erscheinen.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ingrid Brooker was the winner of the $3000 first prize! The second <em>I Want to Live Here film competition</em> was pleased to award Ingrid the prize after her cutting edge piece on how artists create the scene but yet speculators wipe it clean.</p>
<p style="text-align: justify;">What she also mentioned was that a Land Tax system can usher those speculators out of their pariah mindset (and into productive work). This system forces vacant and under-utilised land out into the market, pushing down land prices and allowing creative nodes to open up around the city.</p>
</blockquote>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/WLLpdVz09R4&hl=de_DE&fs=1&rel=0&color1=0x3a3a3a&color2=0x999999"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/WLLpdVz09R4&hl=de_DE&fs=1&rel=0&color1=0x3a3a3a&color2=0x999999" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
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		<title>Für eine bessere Städtebaukultur</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 10:57:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[Raumplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Aufsatz von Christoph Luchsinger (Leiter des Fachbereichs Städtebau an der TU Wien) in der aktuellen Ausgabe von dérive &#8211; Zeitschrift für Stadtforschung liefert einen guten Diskussionbeitrag zur Debatte um eine Raumplanung, die sich neu denkt. Das städtebauliche Projekt – und damit sind sowohl die Vision von der Stadt als Ganzem als auch die einzelne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://danifels.ch/2010/01/08/fur-eine-bessere-stadtebaukultur/" title="Permanent link to Für eine bessere Städtebaukultur"><img class="post_image alignnone" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2010/01/eyes.jpg" width="500" height="223" alt="Post image for Für eine bessere Städtebaukultur" /></a>
</p><p style="text-align: justify;">Ein Aufsatz von Christoph Luchsinger (Leiter des Fachbereichs <a href="http://www.stb.tuwien.ac.at/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.stb.tuwien.ac.at/?referer=');">Städtebau an der TU Wien</a>) in der aktuellen Ausgabe von <a href="http://www.derive.at/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.derive.at/?referer=');"><strong>dérive</strong> &#8211; Zeitschrift für Stadtforschung</a> liefert einen guten Diskussionbeitrag zur Debatte um eine Raumplanung, die sich neu denkt.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Das städtebauliche Projekt – und damit sind sowohl die Vision von der Stadt als Ganzem als auch die einzelne Intervention in Form einer Quartiersplanung oder eines städtebaulichen Arealentwurfs gemeint – muss sich offensichtlich anders orientieren. Es kann weder darum gehen, Einzelinteressen zu bedienen und das architektonische Ego mit kurzfristigen Wirtschaftsinteressen zu vermählen, noch kann heutzutage eine über alles greifende normative Planung mit all ihren wuchernden Teilsystemen nachhaltig wirken. Im Sinne eines Wunschkataloges sind deshalb eingefordert:</p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>Ein Planungs<strong>prozess</strong>, der möglichst alle potenziellen AkteurInnen mit einbezieht und somit den Interessenausgleich fördert.</li>
<li>Eine Planungs<strong>verwaltung</strong>, die mit stark vereinfachten und damit handhabbaren Gesetzen und Verordnungen operiert.</li>
<li>Eine Planungs<strong>strategie</strong>, die von Seiten der Politik ihre privaten PartnerInnen sorgfältig auswählt und dabei insbesondere „soft skills“, also Sozialkompetenzen, berücksichtigt.</li>
<li>Eine Planungs<strong>politik</strong>, die nicht normativ und partikulär Werte vorgibt (z. B. Geschoßflächenziffern, Anzahl der Parkplätze, Gebäudehöhen und -abstände, Energiegrenzwerte etc.), sondern Qualitätsstandards, diese aber zwingend!</li>
<li>Ein Planungs<strong>verständnis</strong>, das jedes Planungsvorhaben als Einzelfall mitsamt seinen spezifischen Randbedingungen versteht und entsprechend zu optimieren sucht (was man als „situative Nachhaltigkeit“ bezeichnen kann).</li>
<li>Eine Planungs<strong>kultur</strong>, die Langfristigkeit zum Programm erklärt.</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Kurzum: eine Verlagerung der Planungsfestlegungen und –kompetenzen von der normativen, legistischen Ebene hin zu einer prozessorientierten, auf Verhandlung der Interessen ausgerichteten Ebene unter Berücksichtigung einer nachhaltigen, auf den spezifischen Fall jedes Projektes bezogenen Zielsetzung.</p>
</blockquote>
<p><a href="http://www.derive.at/index.php?p_case=2&amp;id_cont=888&amp;issue_No=38" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.derive.at/index.php?p_case=2_amp_id_cont=888_amp_issue_No=38&amp;referer=');">Zum Aufsatz im Volltext</a>.</p>
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		<title>Von Schuhen, Patrons und Utopien</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 11:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Urbanität]]></category>
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		<description><![CDATA[Noch bis zum 21. Februar 2010 ist in der Pinakothek der Moderne in München die Ausstellung Zlín &#8211; Modellstadt der Moderne zu sehen. Die Entwicklung der im Osten Tschechiens gelegenen Stadt Zlín im 20. Jahrhundert ist eng mit der Schuhfabrik Bat&#8217;a verbunden. Der Unternehmer Tomás Bat¿a und sein Stiefbruder Jan Antonín ließen den kleinen Ort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://danifels.ch/2010/01/06/von-schuhen-patrons-und-utopien/" title="Permanent link to Von Schuhen, Patrons und Utopien"><img class="post_image alignnone" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2010/01/117_500_333.jpg" width="500" height="333" alt="Post image for Von Schuhen, Patrons und Utopien" /></a>
</p><p style="text-align: justify;">Noch bis zum 21. Februar 2010 ist in der Pinakothek der Moderne in München die Ausstellung <strong><a href="http://www.pinakothek.de/pinakothek-der-moderne/html/kalender/kalender_index.php?haupt=ausstellungen&amp;inc=ausstellung&amp;action=&amp;which=3313" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.pinakothek.de/pinakothek-der-moderne/html/kalender/kalender_index.php?haupt=ausstellungen_amp_inc=ausstellung_amp_action=_amp_which=3313&amp;referer=');">Zlín &#8211; Modellstadt der Moderne</a> </strong>zu sehen.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die Entwicklung der im Osten Tschechiens gelegenen Stadt Zlín im 20. Jahrhundert ist eng mit der Schuhfabrik Bat&#8217;a verbunden. Der Unternehmer Tomás Bat¿a und sein Stiefbruder Jan Antonín ließen den kleinen Ort von 1923 bis 1938 wie ein riesiges Labor für gemeinschaftliches Leben und Arbeiten ausbauen. Nach Plänen von Frantisek Lydie Gahura entstand über einem Gebäuderaster von 6,15 m x 6,15 m eine Stadt im Grünen mit weitläufigen Fabrikanlagen, Wohngebäuden sowie kulturellen und sozialen Einrichtungen. Die Bat¿as vereinten geschicktes Unternehmertum, fordistische Schuh-Serienproduktion und soziales Experiment. In der von Vladimír Karfík, einem ehemaligen Mitarbeiter Le Corbusiers, errichteten Konzernzentrale »21« ließ sich Bat&#8217;a ein Büro in Form eines zimmergroßen Aufzugs konstruieren, von dem aus er mit der ganzen Welt kommunizieren und gleichzeitig seine Arbeiter überwachen konnte. Die weltweit einzige, streng nach funktionalistischen Prinzipien errichtete Stadt wurde von vielen Politikern und modernen Architekten studiert und bewundert.<br />
In der Ausstellung werden die architektonische Entwicklung und der sozialgeschichtliche Hintergrund Zlíns mit Modellen, Plänen, Fotografien und Filmen vorgestellt. Ergänzend werden die selbst in Fachkreisen kaum bekannten Planungen Le Corbusiers für Bat&#8217;a &#8211; Stadterweiterung von Zlín, weltweite Schuhläden, eine Fabrikanlage und ein Bat&#8217;a-Pavillon für die Weltausstellung in Paris 1937 &#8211; mit Originalzeichnungen und einem Modell präsentiert.<br />
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation im Jovis Verlag.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>(Bild: detail.de)</em></p>
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		<title>Herr Acklin schwadroniert</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 14:24:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
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		<description><![CDATA[Beim Ausmisten von Instapaper hab ich diesen wunderbaren Beitrag von Ronnie Grob vom 12. Oktober 2009 wieder gefunden, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Jürg Acklin, “intellektuell und auch gewissermassen gesamtgesellschaftlich kritisch und durchaus auch, wie soll ich sagen, linksliberal”. (Bild: sf.tv)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://danifels.ch/2010/01/05/herr-acklin-schwadroniert/" title="Permanent link to Herr Acklin schwadroniert"><img class="post_image alignnone" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2010/01/seefeldZH.jpg" width="500" height="358" alt="Post image for Herr Acklin schwadroniert" /></a>
</p><p style="text-align: justify;">Beim Ausmisten von Instapaper hab ich <strong><a href="http://blog.ronniegrob.com/2009/10/12/juerg-acklin-ist-nicht-pestalozzi/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/blog.ronniegrob.com/2009/10/12/juerg-acklin-ist-nicht-pestalozzi/?referer=');">diesen wunderbaren Beitrag</a></strong> von <a href="http://blog.ronniegrob.com/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/blog.ronniegrob.com/?referer=');">Ronnie Grob</a> vom 12. Oktober 2009 wieder gefunden, den ich euch nicht vorenthalten möchte.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://blog.ronniegrob.com/2009/10/12/juerg-acklin-ist-nicht-pestalozzi/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/blog.ronniegrob.com/2009/10/12/juerg-acklin-ist-nicht-pestalozzi/?referer=');"><img class="alignnone size-full wp-image-272" title="Link zum Beitrag von Ronnie Grob" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2010/01/acklin2.png" alt="" width="490" height="346" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Jürg Acklin, “intellektuell und auch gewissermassen gesamtgesellschaftlich kritisch und durchaus auch, wie soll ich sagen, linksliberal”<em>. (Bild: sf.tv)</em></p>
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		<title>Lebendige Stadt</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 16:02:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sozialraum]]></category>
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		<description><![CDATA[Was macht eine Stadt belebt und interessant? Verallgemeinert man die Merkmale von in diesem Sinne urbanen Orten wie Manhattan, dem Pariser Quartier Latin oder Palermo, dann lassen sich drei Begriffe herausdestillieren, die erlebnisreiche Szenen beschreiben: Ungleichheit, Ungleichzeitigkeit und Ungleichwertigkeit. Ungleichheit der Menschen und der Aktivitäten spiegelt sich in verschiedenen Lebensstilen, in verschiedenartigen Verhaltensweisen und in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: justify;">Was macht eine Stadt belebt und interessant? Verallgemeinert man die Merkmale von in diesem Sinne urbanen Orten wie Manhattan, dem Pariser Quartier Latin oder Palermo, dann lassen sich drei Begriffe herausdestillieren, die erlebnisreiche Szenen beschreiben: Ungleichheit, Ungleichzeitigkeit und Ungleichwertigkeit.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/07/vision_von_stadt.jpg"><img class="size-full wp-image-173 alignnone" title="vision_von_stadt" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/07/vision_von_stadt.jpg" alt="vision_von_stadt" width="520" height="345" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><br />
Ungleichheit</strong> der Menschen und der Aktivitäten spiegelt sich in verschiedenen Lebensstilen, in verschiedenartigen Verhaltensweisen und in unterschiedlichen Arten der Selbstpräsentation. Arbeitende und flanierende Menschen, schnelle und langsame Bewegung, Arme und Reiche, in sich Gekehrte und Agitierende, Käufer und Verkäufer. Bunter wird es, wenn verschiedene ethnische Gruppen das Strassenbild prägen, wenn das noch nie Gesehene unverhofft präsent ist, wenn fremde Waren oder exotische Musik dargeboten werden. Und unsere Aufmerksamkeit wird insbesondere angeregt, wenn verschiedene Nutzungsarten koexistieren. Eine Museumsinsel ist langweilig, wenn sie nicht in einem andersartigen Umfeld liegt, ein Bankenviertel ist öde, weil es nichts Überraschendes bietet, ein reines Wohngebiet schläfert ein, weil nichts als Wohnen passiert. Erlebniswert hat ein städtisches Quartier nur dann, wenn man dem Fremden, dem Unerwarteten begegnet, wenn sich die Wege von Menschen, die mit den verschiedensten Zielen und aus den verschiedensten Gründen unterwegs sind, kreuzen und sich dadurch die überraschendsten Kombinationen und Szenerien ergeben. Dazu gehört auch das Widerständige, das Ungeplante, das keinen privaten Ort hat und deshalb den öffentlichen Strassenraum aufsucht. Sozial, kulturell und funktional homogene Orte können nicht urban sein, denn sie sind exklusiv – das gilt für das Oberschichtengetto ebenso wie für die unter Kontrolle gebrachten Räume einer alternativen Szene. Ungleichheit ist jedoch nicht nur eine kulinarische Angelegenheit, sondern erzeugt auch Konflikte. Wenn es für einen Teil der städtischen Gesellschaft keine Integrationsperspektive mehr gibt, wenn also aus Ungleichheit unvereinbare Gegensätze werden, dann wird die städtische Szenerie so lebhaft, dass sie nicht mehr so einfach als Erlebnis verdaut werden kann.<span id="more-172"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ungleichzeitigkeit</strong> ist ein weiteres Element einer interessanten Stadt. Unterschiedliche Baustile und Funktionen aus verschiedenen Epochen der Geschichte einer Stadt, die Präsenz und die Widersprüchlichkeit des Ungleichzeitigen machen gesellschaftliche und städtische Entwicklung bewusst. Die Anwesenheit von Geschichte in Form von Zeugnissen untergegangener Herrschafts- und Wirtschaftsepochen gibt der Stadt eine eigene Vitalität, denn in Gebäuden und Grundrissen sind die Mühen früherer Generationen vergegenständlicht. Gerade wenn sich dies in unter heutigen Gesichtspunkten dysfunktionalen Strukturen bemerkbar macht, stösst sich die Gegenwart an der Geschichte und fordert zur kreativen Aneignung heraus. Die Beseitigung historischer Bausubstanz ist daher immer auch ein Verlust an kreativen Energien. Eine Stadt, die zu einem bestimmten Zeitpunkt geplant worden und entstanden ist, kann niemals so sehr die Fantasie anregen oder so viele Anstösse geben wie eine historisch vielfältig geprägte Stadt. Gleichzeitigkeit ist langweilig. Das gilt auch für die möglichen Nutzungsarten, die sich im städtischen Gehäuse einnisten können. In kleinteiligen Eigentümerstrukturen verändert sich niemals alles gleichzeitig. Tradiertes und Zurückgebliebenes hat seinen Ort neben dem Neuen und Dynamischen. So ergibt sich auch eine Stadt mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, die die Sinne herausfordert und Reaktionen provoziert.<br />
Und von Ungleichzeitigkeit geprägt ist auch der Rhythmus einer belebten Stadt. Hier funktioniert nichts nach einem zentralen Zeitregime. Jahreszeiten und Öffnungszeiten müssen ihre strukturierende Gewalt verlieren, wenn Spontanes, Ungeplantes und Unerwartetes möglich sein soll. Eine Stadt ist nur dann lebendig, wenn man darauf hoffen darf, dass nicht alles nach Plan verläuft. Der Mythos des Urbanen lebt wesentlich von der beständigen Erwartung, dass alles, was ist, auch anders sein könnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Schließlich ist der Aspekt der <strong>Ungleichwertigkeit</strong> zu nennen, der mit der Ungleichzeitigkeit eng zusammenhängt. Die Bewertung von Boden und Gebäuden ist ein ökonomischer Prozess, der nicht an jedem Ort einer bestehenden Stadt gleiche Konsequenzen hat. Ob die jeweilige Wertzuschreibung sich in Umnutzung, in einem Umbau oder in der Fluktuationsrate der Bewohner niederschlägt, hängt auch von den Eigentumsstrukturen und von den Entscheidungen der Eigentümer ab. In jeder Stadt gibt es Gegenden, in denen die Gebäude abgeschrieben sind oder wegen der Eigentümlichkeiten von privaten Eigentümern die potenziell möglichen Erträge nicht auch realisiert werden. In solchen entwerteten Bereichen haben auch nicht-ökonomische, unrentable oder ökonomisch schwache Aktivitäten eine Chance. Und gerade dies sind häufig die innovativen oder provokativen Aktivitäten, sei es im kulturellen, sozialen, politischen oder ökonomischen Bereich. Sie, und nicht die internationalen Standardangebote, bringen eine attraktive, erlebnisreiche Atmosphäre in ein Quartier. Dass sie existieren können, setzt allerdings Nischen voraus, die nicht vom Verwertungsdruck des Immobilienkapitals besetzt sind.<br />
Ungleichheit, Ungleichzeitigkeit und Ungleichwertigkeit lassen sich nicht planen. Sie entziehen sich der bewussten Gestaltung und können nur entstehen im Rahmen einer historischen Entwicklung, die von keinem steuernden Zentrum dominiert wird. Wo Planer dennoch versuchen, urbane Situationen zu kreieren, wie etwa in den modernen Grosseinkaufszentren, in den Malls von baulichen Grossprojekten oder in anderen kommerziellen Schwerpunkten der City-Planung, bleibt alles künstlich. Die Teilhabe ist an soziale Konvention oder an die Kaufkraft gebunden; Aktivitäten finden nur während der Öffnungszeiten statt; und das urbane Erlebnis ist auf bestimmte Räume begrenzt. In der inszenierten Stadt wird Urbanität lediglich simuliert, und deshalb bleibt sie letztlich immer steril.
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<p style="text-align: justify;"><em>(Quelle: Hartmut Häußermann in: Karen Ziener/Ines Carstensen/Elke Goltz (Hrsg.). Bewegende Räume &#8211; Streiflichter multidisziplinärer Raumverständnisse. Praxis Kultur- und Sozialgeographie | PKS 36 Festschrift anlässlich der Verabschiedung von Frau Prof. Dr. Gabriele Saupe am 26.11.2004)</em></p>
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		<title>Urbanität, Stadtkultur</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 20:12:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
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		<description><![CDATA[In der theoretischen Diskussion über Stadt ist Urbanität gleichbedeutend mit Stadtkultur. Der Begriff Stadtkultur bezeichnet eine bestimmte Art und Weise zu leben, die die öffentliche und demokratische Entscheidung über die Entwicklung des Gemeinwesens beinhaltet; charakteristisch für städtische Kultur ist seit der Antike die Offenheit gegenüber dem Fremden, gegenüber kultureller und intellektueller Innovation. Dazu gehören auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: justify;">In der theoretischen Diskussion über Stadt ist Urbanität gleichbedeutend mit Stadtkultur. Der Begriff Stadtkultur bezeichnet eine bestimmte Art und Weise zu leben, die die öffentliche und demokratische Entscheidung über die Entwicklung des Gemeinwesens beinhaltet; charakteristisch für städtische Kultur ist seit der Antike die Offenheit gegenüber dem Fremden, gegenüber kultureller und intellektueller Innovation. Dazu gehören auch die Individuation und die Anonymität, die allein unter städtischen Lebensbedingungen möglich sind und die experimentelle Lebensstile und Rollenwechsel zu praktisch jeder Zeit und in jedem Lebensabschnitt ermöglichen. Daraus ergibt sich kulturelle Vielfalt, die das Ferment ist für sich selbst verstärkende Prozesse kultureller und ökonomischer Differenzierung. In geschlossenen Gesellschaften, in denen das individuelle Verhalten von den Nachbarn oder Verwandten – oder gar staatlichen Instanzen – kontrolliert und sanktioniert werden kann, ist Differenzierung nicht möglich. Für Urbanität sind unkontrollierte Räume, in denen sich Öffentlichkeit herstellen kann, essenziell wichtig – Öffentlichkeit als etwas Soziales und Politisches, das sich aus individuellem und kollektivem, aber aufeinander bezogenem Handeln ergibt. Zur Stadtkultur gehören daher auch öffentliche Räume, deren Öffentlichkeitscharakter sich zwar keineswegs in ihrem baulichen Substrat erschöpft, die jedoch gewissen Mindeststandards genügen müssen, um Öffentlichkeit überhaupt möglich zu machen. Der Idealvorstellung von Urbanität liegt eine Utopie des liberalen Anarchismus zugrunde – bürgerlich und antibürgerlich zugleich. Eine urbane Stadt ist eine lebendige Stadt.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/06/bhfnord.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-162" title="bhfnord" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/06/bhfnord.jpg" alt="bhfnord" width="520" height="345" /></a></p>
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<p style="text-align: justify;">Urbanität ist ein vielschichtiger Begriff, der politische, ökonomische und kulturelle Dimensionen hat. In der städtebaulichen Diskussion der Gegenwart ist er allerdings weit gehend banalisiert worden und fasst lediglich äusserliche Merkmale von Orten zusammen. Urbanität wird damit auf eine kulinarische Dimension reduziert; sie bezeichnet den Stadtraum als Kulisse für einen interessanten Aufenthalt, als Ort, an dem man „etwas erleben“ kann. Der Stadtbesucher oder -bewohner ist Konsument einer Atmosphäre. Mit Urbanität ist in städtebaulicher Propaganda in der Regel nicht mehr gemeint als „belebte Stadt“, sonst wäre sie ja erst in zweiter Linie ein Thema von Architektur oder Städtebau. Aber mehr, als die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich Vielfalt und Lebendigkeit entfalten können, sollten sich Architekten und Städtebauer auch nicht abverlangen. Denn Urbanität lässt sich nicht planen. Urban ist eine städtische Gesellschaft aus sich heraus &#8211; oder sie ist es nicht. Und wenn sie es ist, dann schafft sie sich auch ihren baulichen Ausdruck. Mehr als Erfüllungsgehilfen dominierender gesellschaftlicher Mächte sind ArchitektInnen nicht, auch wenn sie sich häufig als die eigentlichen Macher der Welt sehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Seien wir bescheiden: Viel wäre schon gewonnen, wenn Städtebauer in der Lage wären, die Voraussetzungen für eine belebte Stadt zu verwirklichen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>(Quelle: Hartmut Häußermann in: Karen Ziener/Ines Carstensen/Elke Goltz (Hrsg.). Bewegende Räume &#8211; Streiflichter multidisziplinärer Raumverständnisse. Praxis Kultur- und Sozialgeographie | PKS 36 Festschrift anlässlich der Verabschiedung vonFrau Prof. Dr. Gabriele Saupe am 26.11.2004)</em></p>
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		<title>Inszenierte Urbanität</title>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2009 20:37:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sozialraum]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlicher Raum]]></category>
		<category><![CDATA[St.Gallen]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn von Planern und Investoren „Urbanität“ angezielt wird, dann handelt es sich in der Regel um ein sorgfältiges Kalkül, das Risiken möglichst ausschliessen soll. Stadtbewohner werden nur als Konsumenten eingeplant. Sie sollen sich vorgegebener Einrichtungen und Dienstleistungen bedienen und an organisierten Erlebnissen ihre Freude haben. Die grösste Gefahr für die Investoren ist, dass das Vorgesehene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: justify;"><a href="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/05/stadtlounge.jpg"><img class="size-full wp-image-157 alignnone" title="stadtlounge" src="http://danifels.ch/wp-content/uploads/2009/05/stadtlounge.jpg" alt="stadtlounge" width="520" height="388" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Wenn von Planern und Investoren „Urbanität“ angezielt wird, dann handelt es sich in der Regel um ein sorgfältiges Kalkül, das Risiken möglichst ausschliessen soll. Stadtbewohner werden nur als Konsumenten eingeplant. Sie sollen sich vorgegebener Einrichtungen und Dienstleistungen bedienen und an organisierten Erlebnissen ihre Freude haben. Die grösste Gefahr für die Investoren ist, dass das Vorgesehene nicht eintritt, ihr Angebot nicht „angenommen“ wird, wie man in der Marketingsprache sagt. Dann muss mit noch raffinierteren Methoden und noch spektakuläreren Ereignissen um das Publikum geworben werden, und dann jagt ein inszeniertes Erlebnis das andere. Was einen in der Stadt erwartet, kann man dann vorher im Veranstaltungsprogramm der Tageszeitung lesen. Die gebaute Stadt gibt es dann immer noch, aber sie ist nicht mehr urban.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass Urbanität, also städtische Kultur, nicht allein das Ergebnis planerischer oder politischer Entscheidungen sein kann, enthebt jedoch die StadtplanerInnen nicht der Verantwortung, zu prüfen, ob die Möglichkeiten ihrer Entfaltung eher beschränkt oder erweitert werden, wenn immer grössere Teile der Stadt in grossen Bauvorhaben privater Investoren verschwinden. Entscheidend dafür dürfte sein, welchen Platz die Bürger einer Stadt neben den Medien, Geld und Macht in der Gestaltung des städtischen Lebens einnehmen – und wie viel öffentlicher Raum ihnen dafür zur Verfügung steht.<br />
Ebenso, wie in den Grosssiedlungen der siebziger Jahre alles verplant und funktional zugerichtet wurde, lassen die meisten Investoren-Projekte auch heute keine Nischen und keine Lücken für spontane Nutzungen oder nicht-kommerzielle Zwecke. Für so etwas ist der Boden durch die Planung selbst zu wertvoll geworden. Damit aber werden wichtige Elemente einer urbanen oder einer auch nur lebendigen Stadt ausgesperrt.
</p>
<p style="text-align: justify;"><em>(Quelle: Hartmut Häußermann in: Karen Ziener/Ines Carstensen/Elke Goltz (Hrsg.). Bewegende Räume &#8211; Streiflichter multidisziplinärer Raumverständnisse. Praxis Kultur- und Sozialgeographie | PKS 36 Festschrift anlässlich der Verabschiedung vonFrau Prof. Dr. Gabriele Saupe am 26.11.2004)</em></p>
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